Reise 2009-2010: Die Panamerikana - auf der Traumstraße der Welt
Bericht 045



03.06. -
04.06.10

Nach Cranbrook und Fort Steele

 

 


03. Juni: Nach Cranbrook

12 Stunden Schlaf, da konnten auch die häufigen Güterzüge links, die ohne Trompeten nicht fahren und die LKWs auf der Straße rechts nicht stören. Ebenso wenig der Regen, der auch heute Morgen nicht genug hatte.

Zurück auf der Straße waren wir gleich wieder von Kanada gefangen. Es war anders als die Staaten in den USA, durch die wir bisher gefahren waren. Vielleicht liegt es daran, dass das, was wir bisher nur einzeln gesehen haben, wir hier als Gesamtbild sehen: hohe, schneebedeckte Berge, unendliche Nadelwälder, satte Weiden mit Vieh. Offene, großzügige Städte, wo man auch die Gipfel sieht. Vielleicht ist auch alles nur unser sentimentales Gefühl, da Kanada schon immer unser Traum war.

In die Berge Lasst euch einstimmen, ein Klick auf das Bild bringt euch in die Berge!



Wir brauchten eine Stadt, da wir eine Bank, Supermarkt und Touristinformation gebündelt nur dort bekamen. Cranbrook liegt ein wenig abseits der Richtung, aber die gibt es ja sowieso nicht mehr, wir sind ja angekommen.

Aber Cranbrook hatte noch mehr zu bieten: das Kanadische Museum of Railway, das kanadischen Eisenbahnmuseum.
Wir gingen durch den "Soo-Spokane Train Deluxe" von 1907 aus der "Edward.Ära", ein Luxuszug, feudal und überaus reich dekoriert und eingerichtet. Reiche Intarsien waren lange unter dem Einheitsgrau der kanadischen modernen Züge verschwunden, ehe die Restauratoren sie wieder ans Tageslicht brachten.

Der "Trans-Canada Limited" von 1929 ist ein Erster Klasse Schlafwagenzug, ein Luxushotel auf Rädern.
So möchte ich einmal durch Kanada fahren!

Zum Soo-Spokane Train Deluxe Ein Klick auf das Bild bringt euch zum Soo-Spokane Train Deluxe


Zum Trans-Canada Limited Ein Klick auf das Bild bringt euch zum Trans-Canada Limited



Danach hatten wir keine Lust mehr zu fahren und hoben das historische Fort Steele für morgen auf. Ein kleiner verschlafener Campground in einem Nebental, der in keinem Verzeichnis zu finden ist, nahm uns auf. Je weiter wir nach noch Norden kommen desto länger ist es hell, jetzt wird es erst nach 22 Uhr dunkel. Doch bis dahin werden wir schon schlafen!


04.Juni: Über Fort Steele nach Fairmont Hot Springs

Es war kalt heute Morgen. Vor 5 Jahren waren wir genau einen Monat früher hier oben in British Columbia, aber an so eine Kälte kann ich mich nicht erinnern. Einheimische bestätigten uns, dass der Frühling dieses Jahr sehr auf sich warten ließe.

Das hinderte uns nicht, Fort Steele Heritage Town, das Freilichtmuseum Fort Steele, zu besuchen.

Es entstand während des Goldrausches am Horse Creek in den 1860er Jahren. Nach dem Ende 1865 und einem erneuten Aufstieg 1892, als Silber, Blei und Kohle gefunden wurden, wuchs die Stadt auf 1.000 Bewohner. 1899 versiegten die Bodenschätze und der Niedergang begann. Seit 1961 ist Fort Steele Kulturerbe und wir haben das Vergnügen, in die Vergangenheit zu tauchen. Schmied, Sattler, Bäckerei, Näherei, Zahnarzt, Schule, Kirchen, Theater, Wohnhäuser - alles war zu finden. Bewohner in zeitgemäßer Kleidung vervollständigten das Bild.

Eine gelungene Fahrt in die Vergangenheit.

Zum Fort Steele Ein Klick auf das Bild bringt euch zum Fort Steele


Wir hatten nur noch Lust, bis Fairmont Hot Springs zu fahren. Doch lange blieben wir nicht mehr wach, die Vergangenheit wirkte nach, wir waren müde.